Aus dem Sommerloch

November 30, 2009 um 8:32 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Socks, Opal-Abo | 16 Kommentare

Als ich herausgefunden hatte, dass sich Sockenwolle sehr gut zum Fingerhandschuhe-Stricken eignet, war mir sofort klar, welche Wolle ich unbedingt ausprobieren muss.

Die Opal „Regenbogen“-Wolle, die ich mal gewickelt bei Marianne bestellt habe, ringelt so schön bunt vor sich hin. Mein Rest reichte gerade noch für das Handschuhpaar.

 

 Wir haben hier zwar absolut keine trüben Novembertage, aber die bunten Farben machen auch bei Sonnenschein gute Laune.

Die Finger ringeln nicht ganz so schön wie der Rest. Da musste ich ein bißchen anstückeln und tricksen. Beim Stricken hab‘ ich mich wieder an Laris Anleitung gehalten, allerdings nur 56 Maschen (statt 60) angeschlagen, weil ich diesmal ohne Zopfmuster gestrickt habe.

Ansonsten läuft meine Weihnachtssockenproduktion munter vor sich hin. Diesmal habe ich mir vorgenommen, hauptsächlich Wolle aus den Opalabos zu verstricken. Da gibt’s schon ein paar Knäuel, die mir farblich nicht so gut gefallen. 

Capesocks 31/2009

Wolle: Opal-Abo September 2009, Größe 40/41, 60 Maschen, Muster: jede 6. Masche links

Die Musterung find‘ ich wunderschön, aber ich bin halt nicht sooo ein Blaustrumpf. Deshalb gleich noch ‚was mit Blau.

 Capesocks 32/2009

Wolle: Opal-Abo Dezember 2008, „Wintermärchen“, Größe 39, 60 Maschen, Muster: jede 6. Masche links

Diese Wintermärchen-Musterung mag ich nicht so sehr, zumindestens passt ja der Name zur Jahreszeit bei Euch in Deutschland. Wie man auf den Sockenfotos erkennen kann, haben wir bei uns herrliche Sommertage. Da fällt es schwer,  Weihnachtsstimmung ins Haus zu bringen. Aber mit der tatkräftigen Unterstützung meiner Schwester, die hier seit zehn Tagen in der Sonne liegt 🙂 , habe ich mich aufgerafft und ein bißchen Weihnachtskram ausgepackt.

Engel fliegen auch im Sonnenschein …

… ich wünsch‘ Euch eine schöne Adventszeit! Ganz herzlichen Dank für Eure Besuche hier bei capesocks, auch wenn ich soo blogfaul bin. Aber die nächsten Sockenfotos sind schon bearbeitet!

 Und hier bei uns in Kapstadt werden die Straßen gefegt, Fahnen aufgehängt und die Vuvuzela-Tröten liegen bereit. Am Freitag sind „wir“ doch der Nabel der (Fußball)Welt. „Final draw in Cape Town“ – die Gruppenauslosung zur WM im nächsten Jahr … Ich werde berichten, versprochen!

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Potz-Blitz

Mai 27, 2009 um 9:51 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Town | 5 Kommentare

Es ist normalerweise nicht soo verwunderlich, wenn’s hier nicht regelmaessig neue Beitraege zu lesen gibt. Diesmal hatte die Funkstille aber einen besonderen Grund. Uns hat der Blitz getroffen, genauer gesagt, die Telefonleitung und damit gleichzeitig das Modem sowie unseren fast noch niegelnagelneuen Laptop 😦  , mit dem wir uns zu Weihnachten in Deutschland selbst beschenkt haben. 

Am vergangenen Donnerstag hatten wir um sechs Uhr morgens schon 29 Grad – sehr ungewoehnlich fuer den Beginn eines Herbsttages hier in Kapstadt. Auf dem Schulweg sahen wir schon die Blitze, die munter zwischen den Bergen hin- und herzuckten – noch ungewoehnlicher, denn hier gibt’s so gut wie nie Gewitter. Wir waren fasziniert, aber gar nicht beunruhigt. Dieses Gefuehl stellte sich bei mir erst ein, als ich wieder zu Hause war und die neuesten Zeitungsmeldungen im Internet lesen wollte. Der Laptopbildschirm war und blieb genauso schwarz wie der Himmel ueber den Bergen. Am Modem strahlte mir eine ganze Lichterkette von Leuchtdioden entgegen. Da ging mir dann auch ein Licht auf, und ich fuehlte mich selbst wie vom Blitz getroffen.

Schnelle Hilfe per Telefon konnte ich mir nicht holen, das war auch kaputt.  „Schnelle Hilfe“  – die beiden Begriffe passen hier in Kapstadt ja auch gar nicht zusammen. Das weiss ich  mittlerweile, aber in solchen Faellen fehlt mir dann doch die Geduld. Ich hab‘ gluecklicherweise ja noch mein Handy, aber die Mitarbeiter der suedafrikanischen Telefongesellschaft kommen auch nicht schneller, wenn man sie auf diesem Weg benachrichtigt. Das dauerte dann auch bis zum Wochenende …

Waehrenddessen hab‘ ich mich mit Stricken und Lesen beschaeftigt. Das Buch ist so was wie ein Frustkauf, ich hab’s ganz zufaellig entdeckt, es ist der zweite Teil der „Maschen der Frauen“. Ich mag die Geschichten rund um den „Friday night knitting club“, und die englische Ausgabe ist richtig schoen gestaltet. Uebrigens, „Knit two“ gibt’s auch auf Deutsch unter dem Titel „Umgarnt“ .

Ich hab‘ meinen Mann auch umgarnt 😉 , so dass er sich gleich auf die Suche nach einem neuen Laptop gemacht hat. Wahrscheinlich konnte er meine Internet-Entzugserscheinungen nicht mehr ertragen. Nun kaempfe ich mit meinem deutschen Zehnfinger-Suchsystem auf der englischen Tastatur, aber ich fuehle mich wieder mit der Welt verbunden 🙂 .

Und wenn ich alle Socken wieder neu fotografiert habe (die schlummern ja noch auf der Festplatte des Laptops, den wir beim naechsten Deutschlandbesuch untersuchen lassen, um herauszufinden, ob eine „Reanimation“ moeglich ist), kann ich auch endlich die Naturburschen-Socken voller Pracht zeigen. 

Sockenstrickwetter

Mai 19, 2009 um 10:08 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Socks, Schoppel | 14 Kommentare

Im Morgengrauen ein Sonnenstreifen am Horizont – das kann ja heute nur besser werden. Nach dem langen Sommer müssen wir uns erst einmal wieder daran gewöhnen, dass es auch mal drei Tage Regenwetter in Kapstadt geben kann.

Da macht mir das Stricken dann besonders viel Spaß. Zwei Sockenpaare für die Männerfüße in unserer Familie sind inzwischen wieder fertig. Nun sind erst mal alle zufrieden.

Aber ich muss doch mit dem Fotografieren abwarten, bis die Sonne den Garten ein bißchen trockengelegt hat 😉 .

Zwischendurch deshalb ein Sockenpaar, von dem ich soo viele unbrauchbare Fotos gemacht habe – für diese tollen Farbtöne gibt’s leider kein ideales (Fotografier-)Wetter ….

Capesocks 17/2009

Wolle: Schoppel Zauberball Ombre Nr. 1963 „Cranberrries“, Größe 39, 72 Maschen, Muster: Boyfriend socks

Die Leuchtkraft der Farben kommt auf den Fotos leider nicht so richtig ‚rüber. Die Farbverläufe der verschiedenen Rottöne sind wunderschön, allerdings zweifle ich immer noch, ob sich diese Wolle für Socken wirklich gut eignet. Wenn das hier mit dem Wetter so weitergeht, sollte ich aus meinen restlichen Zauberbällen wohl besser Schals stricken 😉 .

Blaue Jungs

Mai 12, 2009 um 10:41 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Socks, Opal-Abo, Trekking | 9 Kommentare

Bei uns in Kapstadt ist es herbstlich geworden. Ein paar Wolken schieben sich gerade über den Berg vor unserer Haustür –  das sind ersten Anzeichen für die Kaltfront, die der Wettermann im Radio heute morgen schon angekündigt hat.

Meine Jungs tragen unverzagt (wie die echten Südafrikaner) kurze Hosen und T-Shirts – allerdings morgens zusätzlich noch einen Vliespulli ‚drüber und abends auf dem Sofa gerne Mamas Stricksocken 😉  .  Deshalb war jetzt mal wieder Nachschub erforderlich, außerdem hatte ich meinem Jüngsten ja versprochen, dass er sich ein „Hedwig-Ersatzknäuel“ aussuchen darf.

Capesocks 15/2009

Wolle: Trekking XXL Farbe 166, Größe 36, 60 Maschen, Muster: jede 6. Masche links

Diese schönen Blautöne hätten mir auch sehr gut gefallen, aber versprochen ist versprochen! Das sind richtig warme Wintersocken, noch ein bißchen kratzig, aber ich denke, das verliert sich nach der ersten Wäsche.

Die Spitzen sind ganz unterschiedlich, weil ich diesmal gar nicht auf den Rapport geachtet habe. Das fällt auch bei der Musterung gar nicht auf.

Die Tage sind gezählt, an denen mein Großer sich an meiner Sockenschublade bedienen kann. Stattdessen hat er im Wollschrank gewühlt und sich auch ein blaues Knäuel ausgesucht.

Capesocks 16/2009

Wolle: Opal-Abo März 2008 „Wintermärchen“, Größe 42, 60 Maschen, Muster: jede 6. Masche links

Recht unspektakulär langweilig, dieses Abo-Knäuel, aber meinem Sohn gefallen die Socken sehr gut. Bemerkenswerter ist da schon die Wetterlage: das Foto enstand, als die letzte Kaltfront hier durchrauschte.

Die Socken musste ich danach erst mal trockenlegen, aber ich wollte Euch unbedingt mal zeigen, dass es hier (zum Glück) nicht nur Sommer und Sonnenschein gibt!!

 

Eismeer-Socken

Februar 12, 2009 um 10:14 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Socks, Tausendschön | 14 Kommentare

So haben meine Jungs  in diesem Jahr ihre „Sommer“-Ferien verbracht 😉 .

Eigentlich gibt’s hier ja nie richtige Winterfotos, aber das hier passte so schön zu dem Sockenpaar, das ich während der Weihnachtsfeiertage in Deutschland gestrickt habe.

 Capesocks 4/2009

Wolle:  Tausendschön „Eismeer“, Größe 35/36, 56 Maschen, Nadelstärke 2,5, Muster: jede 6. Masche links

Den Strang hatte ich mir damals extra ausgesucht, weil er nicht so bunt war. Leider musterte er bei meiner üblichen Maschenzahl von 64 oder 60 Maschen überhaupt nicht schön.

Erst bei 56 Maschen war ich mit dem Farbverlauf zufrieden. Nicht so spektakulär, aber mal ‚was anderes, Eismeer-Farben …

Weil bei dieser Größe noch genug Wolle übrig blieb, hab ich tapfer den Rest gleich zu einem weiteren „Kleinvieh“-Sockenpaar verstrickt.

Natürlich gibt’s im Eismeer auch ein paar Fische 😉 .

Und natürlich haben meine Jungs auch noch die übliche Sommerferienbeschäftigung gehabt, bevor sie nun bei schlappen 40 Grad ohne Klimaanlage in ihren Klassenräumen schwitzen. Denn „Hitzefrei“ gibt’s hier in Kapstadt nicht. Dann hätte ich sie nämlich zur Zeit fast jeden Tag hier zu Hause sitzen …

Den Faden verloren

Januar 23, 2009 um 8:26 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Town | 20 Kommentare

Gar nicht so einfach, nach sooo langer Zeit wieder mit der Bloggerei zu beginnen. Mir kommt es vor, als hätte ich den Faden verloren. Dabei waren die Voraussetzungen sehr gut. Mein Weihnachtswunsch nach einem neuen Laptop wurde erfüllt. Hurra!!  Leider hab‘ ich es mit dem Wünschen nicht ganz richtig gemacht, glaube ich. Mir ging es ähnlich wie dem Herrn Taschenbier in der Geschichte mit dem Sams – wenn Ihr wisst, was ich meine. Nicht genau genug gewünscht! Ich hätte mir ein Laptop wünschen sollen, das sich mit unserem südafrikanischen Internetanbieter versteht. 

Aber endlich klappt es mit der Kommunikation, wir sind wieder „drin“. Dagegen sind alle Sachen aus den Koffern schon seit zwei Wochen wieder draußen,  und ich hab‘ auch nur ein bißchen was an Wolle aus Deutschland mitgebracht. Wie wär’s mit dem traditionellen Blick in meinen Koffer?

Und das Sockenstricken klappt auch noch, Beweisfoto gefällig?


Detailfotos der Wolle und Socken folgen in den nächsten Tagen, die stapeln sich bei mir hier schon 😉 .

Für 2009 wünsche ich Euch, wenn auch etwas verspätet, Gesundheit und Zufriedenheit – und natürlich ganz viele Mußestunden zum Stricken!!!

Dies und das

November 7, 2008 um 12:12 pm | Veröffentlicht in Cape Life, Opal-Abo, Singles | 9 Kommentare

Der Beitrag über unseren Chairity-Stuhl ließ vielleicht den Eindruck entstehen, hier in Kapstadt  sei es etwas schwierig mit dem Einkaufen. Stimmt auch, wenn es um Kunstrasen, Sockenwolle oder meine Lieblingsanziehsachen geht. Aber wenn wir von unserer  Shoppingtour vom deutschen Supermarkt zurückkommen, könnte man meinen, ich hätte in Köln oder Hamburg eingekauft.

So ein „Kram“ wird in Containern über die Weltmeere geschippert. Dazu noch irische Butter, spanische Erdbeeren oder italienisches Mineralwasser. Verrückte Welt!

Als ich an der Kasse all‘ meine „Schätze“ in Tüten verpacken ließ – das muss man hier auch im deutschen Supermarkt nicht selbst machen – sprach mich die Dame in der Schlange hinter mir an, natürlich auf Deutsch. „Na, da muss das Heimweh nach Deutschland aber groß sein“, meinte sie augenzwinkernd. Zugegeben, bei drei vollgepackten Tüten kann diese Vermutung schon naheliegen. Aber zumindestens bei meinen Jungs hat das nicht viel mit Sentimentalität zu tun, eher mit dem Heißhunger  Appetit auf den Lieblingsketchup und die Gummibärchen. Und wir machen diese Einkaufsausflüge nur zwei- bis dreimal pro Jahr, dann darf’s schon mal etwas mehr sein, nicht wahr?

Wir sind ja auch ganz freigiebig und teilen mit der südafrikanischen Nachbarin, der wir einen „Deutschlandkorb“ zum Geburtstag geschenkt haben!

Mehr gibt’s noch nicht von meinem aktuellen Sockenpaar zu sehen. Zopfmuster haben’s mir zur Zeit angetan. Es fehlt nur die richtig schöne Verlaufswolle dazu, da hab‘ ich leider nix Besseres in meinem Schrank gefunden.

Abschließend noch ‚was zum Thema „Chairity“. Alle Kunstwerke sind jetzt auf der Chairity-Homepage zu sehen. Wer Zeit und Lust hat, sich 125 Stühle anzusehen, kann ja mal schauen gehen, unter: www.chairity.co.za . Wäre da nicht ein schönes Weihnachtsgeschenk dabei? Gebote für die Stille Auktion nehm‘ ich gerne entgegen und leite sie weiter 🙂 . Bliebe dann noch zu klären, wieviele Stühle ich für Euch mit nach Deutschland bringen muss …. 😉

Our „fan-tastic chair“

Oktober 30, 2008 um 10:09 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Town | 6 Kommentare

Es ist vollbracht, unser „fan-tastic chair“ zur Kunstaktion „Chairity“ ist endlich fertig.

Wie er so da steht, sieht man ihm gar nicht an, wieviel Zeit, Geduld und Mühe wir investiert haben. Anfangs waren wir hellauf begeistert von der Idee einer Schulmutter, die diese Kunstaktion im Rahmen unseres 125-jährigen Schuljubiläums organisiert hat. Sie ließ dazu in einer Behindertenwerkstatt 125 Stühle fertigen. Diese wurden dann im Rohzustand an Interessierte abgegeben, die daraus Kunstwerke gestalten sollten. Klar, dachten wir, da machen wir doch mit!!

Der Stuhl stand erst einmal wochenlang im Gästezimmer, obwohl wir uns schon auf das Thema „Fußball“ geeinigt hatten. Kurzzeitig hatte ich ja mal überlegt, den Stuhl komplett einzustricken – Wollreste hab‘ ich ja genug. Doch dieser Vorschlag stieß im Familienrat auf keine große Begeisterung. Beim Thema „Fußball“ werde ich ja fast immer überstimmt, Aber diesmal fiel die Entscheidung einstimmig aus, denn die Fan-Stuhl-Idee hat auch mir sehr gut gefallen. Wie wir den Stuhl dann fußballtechnisch umgestalten wollten, war auch schnell klar. Nur die Suche nach den Materialien … Grüne Farbe? Kein Problem! Aber die Farbqualität! Wir haben den Stuhl bestimmt zehmal gestrichen! Nächstes Problem: Kunstrasen(reste). Jetzt kennen wir alle Handwerkermärkte und Gartencenter in Kapstadt und wissen auch, dass sie keinen Kunstrasen im Angebot haben.

Deichschäfchen Philipp mochte sich gar nicht hinsetzen – unser Rasensitz kam ihm doch etwas unheimlich vor. „Ich war eine graue Fußmatte“, würde dieser über sich erzählen, wenn er es könnte. Umgespritzt und passend zugeschnitten, hat sich die Matte in einen südafrikanischen Kunstrasen verwandelt.

Oma und Opa brachten aus Deutschland passende Fanartikel mit, den Rest haben wir dann doch in Kapstadt gefunden. Und so haben wir nun die ideale Sitzgelegenheit für den südafrikanischen/deutschen Fußballfan geschaffen! Getränkehalter für’s Dosenbier, viel Zeug zum Verkleiden und Krachmachen – Anpfiff zum Fußballabend vor dem Fernseher!  

Alle 125 Stühle sind nun für vier Wochen in einer Kunstausstellung in der Schule zu sehen. Aber damit nicht genug: Im Rahmen einer Stillen Auktion kann jeder, der so ein Kunstwerk besitzen möchte, ein schriftliches Gebot für seinen Favoriten abgeben. Der Meistbietende erhält nach Abschluss der Kunstaustellung dann den jeweiligen Stuhl. Der Erlös geht an zwei soziale Projekte hier in Kapstadt.

Mal schauen, ob sich jemand für unseren Stuhl interessiert. Wir werden auf jeden Fall mitbieten, denn die Jungs hätten ihren Stuhl zum Schluss am liebsten behalten (und sei es nur, um sich dann zu streiten, wer darauf sitzen darf).

In Kapstadt eingetroffen!

September 29, 2008 um 3:44 pm | Veröffentlicht in Cape Life, Wollmeisen | 7 Kommentare

Nicht nur meine Eltern sind inzwischen in Kapstadt eingetroffen. Mit ihnen kamen hier so ein paar „Sachen“ an, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Das Bremer Deichschäfchen Philipp (Lahm) hat die weite Reise über den afrikanischen Kontinent gut überstanden. Keck und quirlig ist er gleich bei uns im Garten herumgeklettert. Ich glaube, Palmen kennt er aus Bremen nicht – dieser Aussichtsplatz ist doch nicht besonders bequem, oder?

 Da guckt er doch etwas verdutzt und hilflos. Mein lieber Philipp, diese Palmwedel pieken ohne Ende, das ist nix für kleine Deichschafe mit weichem Wollhintern.

Der zweite Aussichtsplatz war auch nicht ungefährlich. Oben auf dem Fußballtor pfiffen ihm die Bälle meiner Jungs um die Ohren. Hier wird so scha(r)f in den Winkel geschossen, das halten die besten (deutschen) Fußballnetze nicht aus.

Nach so viel Aufregung hat sich der kleine Philipp dann doch lieber ein Sonnenplätzchen zum Ausruhen gesucht – und wir schicken ein dickes Dankeschön an die Deichschafmama Dörte, die uns so ein liebevolles Päckchen gepackt hat!!! Süßígkeiten und Bärenanhänger haben meine Jungs mehr oder weniger brüderlich geteilt 😉 .

Und für mich gab’s auch noch etwas. Zweimal Sockenwolle, aus Pia’s Schönfärberei ‚was Baumwolliges für den Sommer und einen Strang Drachenwolle, bei dem Dörte genau meine Lieblingsfarben erwischt hat … Und ohne es zu wissen, hat sie auch genau die richtige Gelegenheit erwischt 🙂 . 144 Lebensahre haben wir in der letzten Woche gefeiert. Ganz so viele hab‘ ich noch nicht auf dem Buckel, darunter waren zwei Freunde, die einen runden Geburtstag feierten, dann kam noch meiner dazu. Jetzt könnt Ihr Euch ja ausrechnen, wie alt ich geworden bin. Oder lieber Fotos gucken von einem ganz tollen Geburtstagsgeschenk?

Die perfekte Geburtstagsüberraschung kam von Daniela. Sie hatte eine kleine Verschwörung mit meiner Mutter ausgeheckt – und so konnte ich diesen einzigartigen Wollmeisen-Strang auspacken!! Den Herr-der-Ringe-Postkartenkalender hat sie auch noch dazugepackt, der hat meine Jungs schon wieder ganz besonders interessiert.

Und ich hab‘ nun den „Buxkranzl“ hier – aus dem Wollmeise Sockclub, in sooo schönen Grüntönen!!! Mann, was hab‘ ich mich gefreut!! Ich hatte Daniela vorgeschlagen, daraus noch einmal Rivendell-Socken zu stricken – nun hat sie mir den Strang geschickt, damit ich das selber machen kann … Das ist nun aber mal eine Herausforderung!

Wilde Strickereien

September 17, 2008 um 9:41 am | Veröffentlicht in Angestrickt, Cape Life, Cape Socks, Sheepaints, Tausendschön | 11 Kommentare

Auch wenn’s hier zur Zeit ein bißchen ruhig ist – ich stricke noch 😉 . Aber der jährliche Elternbesuch steht an und zum Ende des Quartals in der Schule häufen sich die Tests – das ist hier in Südafrika haargenauso wie in Deutschland. Zur Zeit geht’s munter durcheinander mit Englischprojekten, Afrikaans-Vokabeln oder französischer Grammatik. Nicht zu vergessen Bruchrechnung, „Kohleabbau im Revier“ und das „Herz-Kreislaufsystem im menschlichen Körper“. Zusätzlich hat uns die Grippewelle erreicht – wen wundert’s, bei immer noch winterlichen Temperaturen von 10 Grad und dem Durchzug der siebenunddreißigsten Regenfront 😦 . Husten, Schnupfen, Ohren- und Halsschmerzen werden hier gerade brüderlich zu dritt geteilt.

Weil die achtunddreißigste Regenfront noch auf sich warten lässt, habe ich den Inhalt meiner Stricktasche zum Fotografieren mal  mit ‚raus genommen. Im Einzelnen sind das dann folgende „Projekte“:

Das ist aus dem King’s Cross-Muster geworden. Herzlichen Dank für all‘ Eure Ratschläge – ich habe einen neuen Anfang gemacht, der mich aber nicht so richtig überzeugt. So schön find‘ ich den Farbverlauf bei der Maschenzahl – noch – nicht. „Grünes für Tanja“ war wohl doch nicht für mich gedacht.

Für das King’s Cross-Muster habe ich mir etwas anderes herausgesucht. Die Sheepaints-Wolle hat nicht so starke Farbkontraste. Ich denke, das passt besser.

Dann ist da noch ein Wilder Kerl von Tausendschön. Nach den ersten zehn Reihen dachte ich, das ginge von den Farben her gar nicht. Nun liegt er erst mal in der Stricktasche zum „Schöngucken“. Beim Fotogafieren hat er mir nämlich schon wieder besser gefallen.

Und dann sind da noch all‘ die Resteknäuel, die mich manchmal doch gewaltig nerven. Ich weiß, Restesocken, -schals oder -decken … Aber dafür fehlt mir (noch) die Motivation. Deshalb hab‘ ich erst mal ein paar „wilde Küken“ gestrickt.

 Capesocks 42/2008

Wolle: Tausendschön  Wilder Kerl in Grün, Größe 26/27, 44 Maschen, Muster: jede 4. Masche links

Capesocks 43/2008

Wolle: Tausendschön Wilder Kerl, Größe 24/25, 44 Maschen, Muster: jede 4. Masche links

So, und jetzt werde ich mal aus unserem Fernseh-Spiel-Lern-und-Bastelzimmer wieder ein Gästezimmer machen. Und die drei Plastikschüsseln, die zu Regenauffang-Wannen umfunktioniert waren, kommen auch erst mal wieder in die Küche zurück. Bei uns ins Gästezimmer regnet’s nämlich ‚rein. Drei Jahre lang haben wir Glück gehabt – nun hat’s auch uns erwischt. Ich hab‘ ja meinen Eltern schon geraten, Regenkleidung einzupacken. Allerdings wissen sie noch nicht, dass sie die dann auch bei uns im Haus tragen müssen … 

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