Our „fan-tastic chair“

Oktober 30, 2008 um 10:09 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Town | 6 Kommentare

Es ist vollbracht, unser „fan-tastic chair“ zur Kunstaktion „Chairity“ ist endlich fertig.

Wie er so da steht, sieht man ihm gar nicht an, wieviel Zeit, Geduld und Mühe wir investiert haben. Anfangs waren wir hellauf begeistert von der Idee einer Schulmutter, die diese Kunstaktion im Rahmen unseres 125-jährigen Schuljubiläums organisiert hat. Sie ließ dazu in einer Behindertenwerkstatt 125 Stühle fertigen. Diese wurden dann im Rohzustand an Interessierte abgegeben, die daraus Kunstwerke gestalten sollten. Klar, dachten wir, da machen wir doch mit!!

Der Stuhl stand erst einmal wochenlang im Gästezimmer, obwohl wir uns schon auf das Thema „Fußball“ geeinigt hatten. Kurzzeitig hatte ich ja mal überlegt, den Stuhl komplett einzustricken – Wollreste hab‘ ich ja genug. Doch dieser Vorschlag stieß im Familienrat auf keine große Begeisterung. Beim Thema „Fußball“ werde ich ja fast immer überstimmt, Aber diesmal fiel die Entscheidung einstimmig aus, denn die Fan-Stuhl-Idee hat auch mir sehr gut gefallen. Wie wir den Stuhl dann fußballtechnisch umgestalten wollten, war auch schnell klar. Nur die Suche nach den Materialien … Grüne Farbe? Kein Problem! Aber die Farbqualität! Wir haben den Stuhl bestimmt zehmal gestrichen! Nächstes Problem: Kunstrasen(reste). Jetzt kennen wir alle Handwerkermärkte und Gartencenter in Kapstadt und wissen auch, dass sie keinen Kunstrasen im Angebot haben.

Deichschäfchen Philipp mochte sich gar nicht hinsetzen – unser Rasensitz kam ihm doch etwas unheimlich vor. „Ich war eine graue Fußmatte“, würde dieser über sich erzählen, wenn er es könnte. Umgespritzt und passend zugeschnitten, hat sich die Matte in einen südafrikanischen Kunstrasen verwandelt.

Oma und Opa brachten aus Deutschland passende Fanartikel mit, den Rest haben wir dann doch in Kapstadt gefunden. Und so haben wir nun die ideale Sitzgelegenheit für den südafrikanischen/deutschen Fußballfan geschaffen! Getränkehalter für’s Dosenbier, viel Zeug zum Verkleiden und Krachmachen – Anpfiff zum Fußballabend vor dem Fernseher!  

Alle 125 Stühle sind nun für vier Wochen in einer Kunstausstellung in der Schule zu sehen. Aber damit nicht genug: Im Rahmen einer Stillen Auktion kann jeder, der so ein Kunstwerk besitzen möchte, ein schriftliches Gebot für seinen Favoriten abgeben. Der Meistbietende erhält nach Abschluss der Kunstaustellung dann den jeweiligen Stuhl. Der Erlös geht an zwei soziale Projekte hier in Kapstadt.

Mal schauen, ob sich jemand für unseren Stuhl interessiert. Wir werden auf jeden Fall mitbieten, denn die Jungs hätten ihren Stuhl zum Schluss am liebsten behalten (und sei es nur, um sich dann zu streiten, wer darauf sitzen darf).

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Geschockte Drachenwellen

Oktober 27, 2008 um 7:38 am | Veröffentlicht in Cape Socks, Drachenwolle | 18 Kommentare

Jürgen hat in seinem Kommentar natürlich gleich erkannt, um welches Single-Muster es sich  im vorangegangenen Beitrag handelte. Er hat freundlicherweise auch die deutsche Übersetzung zur Verfügung gestellt. Es sind die Shock Waves, die ich zum ersten Mal mit Drachenwolle gestrickt habe.

Capesocks 51/2008

Wolle: Drachenwolle, Größe: 39, 64 Maschen, Muster: Shockwaves

Das Muster ist wirklich nicht schwierig zu stricken, aber wenn man am Rundenende die eine oder andere Zunahme verschlampert, und dies dazu noch überhaupt nicht merkt, sieht die Wellenbewegung nicht mehr ganz so gleichförmig aus. Aber beim zweiten Socken hatte ich den Dreh dann ‚raus und das Muster-nebenbei-stricken klappte problemlos.

Meinen ersten Strang Drachenwolle hat mir Dörte geschenkt, und er macht richtig Appetit auf mehr. Schöne Farben, klasse zu stricken, einfach perfekt!

Und wer sich wundert, warum ich an einem Montagmorgen soo früh am Computer sitze: Seit der Zeitumstellung am Wochenende sind wir hier in Kapstadt Euch in Deutschland eine Stunde voraus. Deshalb heute ganz früh, nicht ganz ausgeschlafen, dafür aber schon mit ganz viel Sonnenschein: Einen guten Start in die Woche 🙂 !

Sockenversteigerung

Oktober 21, 2008 um 9:23 am | Veröffentlicht in Cape Socks, Opal-Abo, Singles | 6 Kommentare

Der Countdown läuft – in knapp zwei Wochen findet wieder einmal unser Schulbasar statt. Erinnert sich noch jemand an die mit Wackelpudding gefüllten Einwegspritzen, die wir in den vergangenen Jahren in Massen produziert haben? Diesmal ist unser Einsatz an anderer Stelle gefragt. Zum Beispiel bei der „Stillen Auktion“. Da werden die verschiedensten „hochwertigen Versteigerungsobjekte“ nicht marktschreierisch angeboten, sondern sie liegen einfach da, zum Begutachten,  und wer mag, kann sein Gebot schriftlich abgeben – geheim natürlich. Wer am Ende des Tages das höchste Gebot notiert hat, bekommt den Zuschlag. Wir haben zwar nicht Designerklamotten oder edlen Schmuck für die Auktion abzugeben, dafür spende ich drei Paar handgearbeitete „Designer“-Socken. Mal sehen, wieviel die Capetonians dafür auf den Tisch legen, ist ja nicht gerade Hochsaison für warme Fußbekleidung 😉 .

Kinder- und Damensocken hab‘ ich schnell aus der Schublade gekramt, ein Herrensockenpaar dazu noch ganz frisch gestrickt.

 

Unsere Palme wirft zur Zeit so einen schönen Sommerschatten, der musste mit auf’s Foto. Denn der Frühling ist hier in diesem Jahr gleich in den Sommer übergegangen, zumindestens am Wochenende gab’s hier endlich mal ideales Strand-Pool-Grillwetter.

Aber die Socken gibt’s natürlich auch noch ohne Licht- und Schattenspiel.

 Capesocks 50/2008

Wolle: Opal-Abo Mai 2008, Größe 43/44, 66 Maschen, Muster: jede 6. Masche links

Die Wolle mustert bei der Maschenzahl richtig schön. Obwohl ich kein Blaufan bin – die Socken würde ich auch tragen.

Ein bißchen geärgert hat mich ein Knoten im Fußbereich, denn anschließend lief der Rapport genau anders herum. An der blau-grauen Streifenfolge kann man es ganz gut erkennen.  Aber ich hab‘ nix umgewickelt und hoffe mal, das hält niemanden davon ab, ein gutes Gebot abzugeben. Ich werde noch eine schöne Banderole basteln, dann sieht man eh‘ nix mehr davon.

Ein bißchen ‚was sieht man aber schon vom nächsten Sockenpaar.

Ich dachte, das sei ein Muster zum Nebenbei-Stricken. Jetzt bin aber doch ein bißchen geschockt 😉 , wie viele Fehler ich da reingewurschtelt habe. Aber der zweite Socken wird besser, ich hab’s endlich kapiert, woran es lag!

Na ja-Socken

Oktober 15, 2008 um 11:00 am | Veröffentlicht in Cape Socks, Sheepaints, Tausendschön | 14 Kommentare

Wenn es bei mir eine Weile dauert, bis ich einen Single verpaare, ist das schon ein Zeichen dafür, dass mir die Socken nicht sooo sehr gefallen. Das sind dann „Na ja“- Socken – ganz nett, aber eben keine Highlights. So wie die folgenden beiden Paare.

 Capesocks 48/2008

Wolle: Tausendschön „Grünes für Tanja“, Größe 39, 46 Maschen, Muster: eine Runde rechte Maschen, eine Runde 5 re./2 li. im Wechsel

Die Grüntöne gefallen mir ja ganz gut, aber der Farbverlauf ist ein bißchen langweilig. Der leuchtende Kiwiton wird in den Ringeln von den dunklen Grüntönen leider völlig „verschluckt“. Ich hatte es ja zuvor mal mit dem King’s Cross-Muster versucht, aber das kam bei den Farbkontrasten nicht so schön rüber. Das Muster hab‘ ich dann mit einer anderen Wolle ausprobiert.

Capesocks 49/2008

Wolle: Sheepaints „??“, Größe 38, 80 Maschen im Schaft, 72 am Fuß, Muster: King’s Cross vom Wollhuhn

Das Muster ist toll und lässt sich sehr schön stricken, da gibt’s gar nix zu meckern. Die Sheepaints-Wolle gefällt mir gut. Ich hatte sie schon vor längerer Zeit mal gewickelt und angestrickt, deshalb fehlt mir leider der Name des Strangs. Die beiden Socken gefallen mir bis zur Ferse richtig gut, mein erstes Mausezähnchen-Bündchen auch 🙂 .

Aber der Farbverlauf an der Ferse, diese lila und grünen Flecken, und dann die Ringel durch die Abnahmen für den Fuß – das find‘ ich dann gar nicht mehr soo schön. Ich weiß, das ist vielleicht ein bißchen pingelig und fällt auf den Fotos nicht so sehr auf. Aber mich stört’s. Deshalb werde ich das Muster auf jeden Fall noch mal stricken, mit einer anderen Wolle, ohne lila Fersen 😉 .

Im Reisegepäck …

Oktober 9, 2008 um 10:12 am | Veröffentlicht in Cape Socks, Sheepaints, Tausendschön | 12 Kommentare

… meiner Eltern, die heute morgen wieder in Richtung Deutschland abgeflogen sind, befinden sich auch drei Sockenpaare.

Capesocks 45/2008

Wolle: Sheepaints Fairy Feet „Spring Water“, Größe 38, 60 Maschen, Muster: jede 6. Masche links

Die „Spring Water“ hat sich meine Mutter ausgesucht, weil ihr die zarten Farben so gut gefallen haben. Ich fand‘ ja eher die „inneren Werte“ dieser Socken interessant. Die „Fairy Feet“-Wolle besteht jeweils zur Hälfte aus Merino und Tencel, einer Zellulosefaser. Sie ist superweich, ganz zart und glänzend. Die Wolle flutschte nur so über die Nadeln und die Socken fühlen sich auch sehr weich an – genau das Richtige für meine Mutter, die all‘ ihre Stricksocken ganz besonders hegt und pflegt.

Das absolute Kontrastprogramm, vor allem, was die Farben angeht, ist dieser Wilde-Kerle-Strang von Tausendschön. Knallefarben, die ich überhaupt nicht in den Griff bekommen habe. Erst bei der Kindersocken-Version gefiel mir der Farbverlauf so halbwegs.

Capesocks 46 und 47/2008

Wolle: Tausendschön Wilder Kerl, Größe 36 und 27/28, 56 und 48 Maschen, Muster: jede 4. Masche links

Bei der geringeren Maschenzahl ist der Farbverlauf wenigstens kreuz und quer bunt, bei 60 Maschen trafen dagegen Farben aufeinander, die mir zusammen so gar nicht gefielen.

Schon beim Stricken dachte ich, das werden aber richtige Wilde-Hühner-Socken. Und beim Fotografieren fiel mir dann ein, dass ich doch noch diese Hühner-Knöpfe habe. Ich hab‘ sie mal probehalber aufgelegt – passt doch. Später hab‘ ich sie dann natürlich noch festgenäht.

Perfekt – für zwei wilde Geschwister-Hühner in Deutschland!

Zwei Sockenpaare …

Oktober 2, 2008 um 8:07 am | Veröffentlicht in Cape Socks, handgefaerbt.com, Tausendschön | 17 Kommentare

… sind fotografiert, die anderen beiden müssen warten, bis der Regen aufgehört hat. Ich weiß nicht, wer uns den Frühling gemopst hat – unser Ferienhund sitzt auch in der Garage und mag seine Schnauze nicht rausstrecken 😦 . Oma und Opa werden sich wohl heute die Pflanzen in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens angucken. Und die Jungs vergnügen sich mit dem Gedächtnis-Trainingsspielchen, das sie eigentlich mir zum Geburtstag geschenkt haben …

Bei den wilden Kerlen von Tausendschön lohnt sich immer noch einmal ein Blick auf den Strang. Da weiß ich vorher so gar nicht, was daraus werden wird …

Capesocks 44/2008

Wolle: Tausendschön Wilder Kerl, Größe 39, 64 Maschen, Muster: jede 7. Masche rechts

Von den Farben her sind’s ja eher wieder wilde Hühner geworden. Anfangs haben mich die Abschnitte zwischen den orangen Streifen gestört –  ein etwas undefinierbarer Farbenmix.

Aber es hat sich gelohnt, die Socken bis zum Ende zu stricken. Insgesamt wirkt der Farbverlauf nicht mehr so unruhig – und mir gefallen sie nun auch richtig gut!

Das zweite Paar ist nun wieder ganz was anderes. Ich hab‘ es schon im Namibia-Urlaub  während der langen Autofahrten angestrickt. Mit dem Verzopfen hat’s aber bei dem Geholper auf den staubigen Pisten nicht soo gut geklappt.

Capesocks 45/2008

Wolle: handgefaerbt Merino extrafein Dolci-Unikat, Größe 39, 72 Maschen, Muster: Boyfriends

Dabei eignet sich die Wolle perfekt für das Zopfmuster. Sie ist so schön glatt und glänzend – und die warmen Farben erinnern mich ein bißchen an unsere sonnigen Urlaubstage.

Der Schaft ist für meine Strick-Verhältnisse fast ein bißchen kurz geworden, aber bei sonnigen Gute-Laune-Sommer-Socken kein Problem. Die sehen auch mit umgeschlagenen Bündchen ganz schön aus. 

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