Urlaubsaktivitäten

April 23, 2008 um 9:19 am | Veröffentlicht in Cape Town, On the road | 10 Kommentare

Ich hätte da noch ein paar Urlaubsfotos, zum Beispiel vom Tsitsikamma-Nationalpark. Auch nicht gerade typisch afrikanisch, diese Küstenregion, gut 600 km östlich von Kapstadt, mit dichten Wäldern, malerischen Bachläufen,  tiefen Schluchten und einer tollen Steilküste. Vor allem Wandervögel kommen hier auf ihre Kosten. So soll es hier die schönsten Wanderwege Südafrikas geben, für die man sich allerdings mindestens 12 Monate im Voraus anmelden muss.

Wir haben uns bislang vorwiegend an der Mündung des Storms River umgesehen. Das ist schon spektakulär genug für uns, und da braucht man überhaupt keine Reservierung.

Von dort aus konnte man im vergangenen Jahr noch eine Wanderung zur Suspension Bridge machen, das ist die Hängebrücke über der Mündung des Storms River. So was ist ja eigentlich gar nix für mich, vor allem wenn dann noch drei übermütige Jungs auf der Brücke rumspringen, „damit’s auch ordentlich wackelt.“

 

 

 

 

 

 

 

Dafür ist dann der Blick von der Brücke auf den Storms River atemberaubend, als ob man in eine ganz andere Welt schaut …

 

 

 

 

 

 

 

 Leider kamen wir in diesem Jahr nicht bis auf die Hängebrücke. Ein Teil des befestigten Weges, der zur Brücke führt, wurde im letzten Jahr durch einen Brand zerstört – da, wo’s auf dem Foto so schwarz ist. Die Renovierungsarbeiten sollen noch mindestens bis Juli dauern.

 

Dafür haben wir diesmal eine Bootsfahrt in die Storms-River-Schlucht gemacht. Das wäre doch eine ideale Kulisse für eine Neuauflage vom „Schatz im Silbersee“.

Absoluter Höhepunkt für meine Männer war die Canopy-Tour im Tsitsikamma-Forest. Hängebrücke – das ging ja gerade noch für mich, aber in zwanzig Metern Höhe, an einem Drahtseil hängend, von Baum zu Baum zu düsen – das ist ein absolutes „no go“. Meine Freundin und ich, wir haben an diesem Nachmittag das ungefährliche „Damen“-Programm absolviert – und danach die strahlenden Gesichter der Canopy-Tourer genossen.   

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Montags …

April 21, 2008 um 10:07 am | Veröffentlicht in Cape Socks, Regia | 13 Kommentare

… haben wir (noch) keinen Stromspartag. Aber man munkelt, dass durch das gezielte Stromabschalten bislang noch nicht genügend eingespart wurde. Eh‘ sie uns also noch mehr Stromsparzeiten aufbrummen, schnell noch ein Sockenpaar.

Capesocks 19/2008

Wolle: Regia Design Line Kaffe Fassett, Farbe 4251, Größe 38, 64 Maschen, Muster: Broadripple

Die Farbzusammenstellung dieser Serie gefällt mir wirklich gut. Und wegen der verschieden breiten Blockstreifen eignet sie sich auch gut zum Zackenmuster-Stricken. Ich hatte erst das Jaywalker-Muster angeschlagen. Aber da war ich mir, wie immer, wegen der Passform unsicher. Deshalb dann doch lieber die bewährten Braodripples, die sind ja doch ein bißchen elastischer.

Von der Wollqualität war ich nicht ganz soo begeistert. Sie macht (bei mir) auch nicht so’n superschönes Maschenbild. Aber ich werde die Socken nun erst einmal waschen, das hilft ja manchmal. Und dann geht’s ab die Post nach Deutschland. Denn bald ist Muttertag 🙂 !

Wer nicht sparen will …

April 18, 2008 um 8:51 am | Veröffentlicht in Cape Life, Cape Town | 3 Kommentare

Nicht, dass Ihr jetzt denkt, hier gibt’s nur Urlaub, Sonnenschein und bunte Socken. Da war doch noch die Energiekrise in Südafrika. Der Strombedarf ist in den vergangenen Jahren  so stark angestiegen, damit konnte hier wohl niemand rechnen, vor allem die Stromversorger nicht. So gab es in der letzten Zeit immer wieder Aufrufe zum Stromsparen – das hat aber nicht richtig funktioniert. Deshalb haben wir jetzt ein verordnetes Sparprogramm.

Ein ausgeklügelter Zeitplan für die verschiedenen Regionen – unsere Stromsparbibel für Kapstadt und Umgebung. Wir sind jeden Dienstagmorgen dran, von 8.00 bis 10.30 Uhr. Glück gehabt, damit können wir sehr gut leben. Die Jungs sind dann in der Schule, und Mittagessen gibt’s bei uns eh‘ erst abends. Unsere gute Seele Florence, die normalerweise während dieser Zeit Hemden bügelt (hab‘ ich es nicht gut 😉 ) musste ich nur davon überzeugen, ihr Tagesprogramm umzustellen – nachdem sie mir schon den Vorschlag gemacht hatte, ihren Arbeitsbeginn auf 10.30 Uhr zu verschieben – ohne Strom könne man ja gar nix machen! Und unser Kühlschrank mag es auch überhaupt nicht, dieses ewige  Strom-An-Aus. Der scheint sich deshalb generell zu überlegen, den Dienst bei uns zu quittieren. Anderswo hätte er es aber auch nicht besser. Es gibt Familien, die zweimal pro Woche zum Stromsparen gezwungen werden! Und dann noch zu weitaus ungünstigeren Tageszeiten, zum Beispiel abends von 19.00 bis 21.30 Uhr … wo es doch jetzt schon gegen 18.00 Uhr dunkel wird!

Es empfiehlt sich weiterhin, vor jedem Einkauf mal kurz in den Plan zu gucken. Denn die Ampeln in den betroffenene Stadtteilen funktionieren ja auch nicht – da muss man dann schon mehr Zeit wegen etwaiger Verkehrsstaus einplanen. Die großen Supermärkte haben mittlerweile alle ihren eigenen Generator zur Stromversorgung, der Milch- und Gemüseeinkauf ist deshalb nicht betroffen. Aber die kleinen Geschäfte, für die wird die Stromsparaktion zum Überlebenskampf. Zum Beispiel mein Friseur bei uns im Einkaufszentrum: Dort sitzen die Friseusen nun zwei Stunden bei Kerzenschein herum, feilen an ihren Fingernägeln  und sind nicht mal bereit, Termine anzunehmen. „Kein Strom, wir arbeiten jetzt nicht, erst in zwei Stunden wieder …“

Ich hab‘ mir jetzt mal einen Knoten in meinen Singlesocken gemacht – damit ich dran denke, einen Blick auf den Plan zu werfen, bevor ich irgendwelche Aktionen starte 😉 !

African Cocasolas

April 15, 2008 um 7:46 am | Veröffentlicht in Cape Socks, handgefaerbt.com | 13 Kommentare

Aller guten Dinge sind drei. Aus meinem dritten und letzten Strang Cocasolas von handgefaerbt.com sind richtige Afrika-Socken geworden.

Capesocks 18/2008

Wolle: handgefaerbt.com, Cocasolas, Größe 39, 62 Maschen, Muster: jede 7. Masche links

Ein wenig Giraffe, zwar nicht mit Flecken, ein bißchen Tiger, aber ein ganz brav geringelter, etwas Springbock mit weißem Streifen und dazu noch sehr viel Sand und Sonne – daran musste ich beim Stricken immer denken.

Ich schick‘ Euch noch ein bißchen südafrikanische Sonne mit. Wäre doch gelacht, wenn man damit nicht den deutschen Frühling wachkitzeln könnte 😉 . 

Frühlingsfarben

April 11, 2008 um 9:13 am | Veröffentlicht in Cape Socks, Trekking | 8 Kommentare

Nachdem ich das orange-braune Paar aus der Trekking XXL-Serie gestrickt hatte, ließ es mir keine Ruhe. Ich wollte unbedingt wissen, ob das grün-gelbe Knäuel bei mir ähnlich mustert.

Capesocks 17/2008

Wolle: Trekking XXL, Farbe 154, Größe 39, 64 Maschen, Muster: jede 5. Masche links

Wegen meiner nicht vorhandenen Stricklust hab‘ ich ziemlich lange gebraucht, bis sie fertig waren. Dabei gefallen mir die frühlingsfrischen Farben ganz gut. 

Diesmal sehen sogar beide Spitzen gleich aus, das gelingt mir auch nicht immer!

Vielleicht schaffe ich es ja, mit diesen Farben bei Euch in Deutschland die Frühlingssonne hinter den Wolken hervorzulocken. In unsere Jahreszeit passt die Socken überhaupt nicht mehr. Die Laubbäume färben sich und verlieren ihre Blätter, abends um sieben ist es stockefinster – es wird Herbst in Kapstadt. Aber auf die Sonne ist immer noch Verlass. Sie schafft es trotzdem, die Temperaturen auf 27 Grad klettern zu lassen.

Das brauchen wir jetzt auch, denn am Wochenende findet die große Jubiläumsveranstaltung zum 125. Geburtstag der Deutschen Schule statt. Mit Festakt, Frühschopppen, Musik, Bier  und hoffentlich 125 verschiedenen Kartoffelsalaten. Ein schönes Wochenende!!

Noch mehr Fotos …,

April 10, 2008 um 11:37 am | Veröffentlicht in Cape Town, On the road | 3 Kommentare

… kann ich Euch sehr gerne zeigen, wenn ihr es wünscht. Fangen wir also doch gleich mal da an, wo ich gestern aufgehört habe. Wasser marsch, aber nicht von oben 😉 !

Das ist die Bucht von Victoria Bay, unserem ersten Etappenziel der Reise, fünf Stunden Autofahrt von Kapstadt entfernt. Wir waren jetzt schon zum dritten Mal da, weil es dort sooo wunderschön ist.

Eine Häuserzeile direkt am Meer – das ist Victoria Bay. Und das letzte Haus am Weg ist das Land’s End  –  wie der Name schon vermuten lässt.

Es ist ein wunderschön altmodisches, mit sehr viel Liebe gestaltetes Bed & Breakfast. Der Hausherr Rod ist ein cooler Surfer und genießt bei meinen Jungs langsam schon Kultstatus. Seine Surfbretter stehen zum Ausleihen hinten im Garten. Bislang wurden sie nur ehrfürchtig bestaunt, denn das ist schon ein recht anspruchsvolles Surfrevier in Victoria Bay, nix für Anfänger aus Kapstadt. Die Fotos von Rod’s mittlerweile erwachsenen Surferkindern zieren die Frühstücksbrettchen – so was ist dann ja schon „obercool“.

Schon der Blick aus dem Fenster ist eine Übernachtung wert. Und dann kann man natürlich noch auf der Terrasse mit Meeresrauschen das Fünf-Gänge-Frühstück genießen: Obstsalat, Müsli, Toast, Muffins schön einzeln hintereinander und endlich die Eier mit Speck, auf die meine Jungs immer sehnsüchtig warten.

Frühaufstehern bieten die Surfcracks schon morgens um sechs eine Extravorstellung.

Es gibt auch Hochzeitsgesellschaften, die wegen der tollen Kulisse für die Fotos nach Victoria Bay kommen. Und wir werden bestimmt auch noch mal hinfahren, entweder mit Besuchern – oder doch vielleicht zum Surfen …

Etwas länger als geplant …

April 9, 2008 um 11:28 am | Veröffentlicht in Cape Town, On the road | 14 Kommentare

… sind meine Blog-Ferien diesmal ausgefallen. Das liegt einerseits daran, dass ich so gut wie nix gestrickt habe.

Nur drei Socken in drei Wochen! Aber wir hatten hier herrliche Spätsommertage mit Temperaturen bis zu 34 Grad! Da fangen dann doch die Nadeln an zu quietschen und die Stricklust sinkt ins Bodenlose. Seit Anfang Januar hab‘ ich keine Stricksocken mehr getragen – es ist einfach (noch) viel zu warm.

Und dann waren wir ja auf der Gardenroute unterwegs. Das war schön!!!! Sechs „kleine“ und vier große Leute – zwei Freundefamilien in zwei Autos, mit viel Gepäck, guter Laune und einer reichhaltigen CD-Auswahl zur Unterhaltung. Die Kleinen haben sich mit Conni und den Olchis amüsiert, während die großen Jungs im anderen Auto sich von Dirk Bach 16 CDs lang Käpt’n Blaubärs Lebensgeschichte erzählen ließen. Ich mag jetzt nix mehr von „Zamonien“ hören und kann das Olchi-Lied mit allen Strophen auswendig singen, aber es war so schön, während der Autofahrten mal wieder stundenlang mit meiner Freundin zu klönen.  

Wir sind jedoch nicht nur im Auto herumgefahren. Tiere in Afrika angucken – das stand bei unseren Freunden ganz oben auf der Wunschliste. Wenn man nur zwei Wochen am Kap verbringt und trotzdem „wilde Tiere“ sehen möchte, besucht man am besten eine Game Lodge. Davon gibt’s in der Kapregion sehr viele. Die meisten bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten „african style“ an, inklusive Pool und Rundumverpflegung. Wir haben aber nur eine Stippvisite mit zweistündiger „Game-Tour“ unternommen. Das hat jetzt nix mit „Spiele ohne Grenzen“ oder dergleichen zu tun. „Game“ ist hier in Südafrika die Sammelbezeichnung für „Wild“-Tiere.

Eine Game Lodge ist eigentlich so etwas wie ein riesig großer, umzäunter Tierpark. Aber wenn man im Jeep sitzt, durchgerüttelt über Stock und Stein holpert und plötzlich ein Wasserloch mit einer Zebraherde erspäht, hat man doch den Eindruck, in der afrikanischen Wildnis zu sein.

Wir kamen gerade während der Siesta am Nachmittag.

Dann stört es auch den Löwen nicht, wenn man ihn mit dem Jeep fünfmal umrundet, bis auch jeder sein optimales Foto im Kasten hat.

Wir haben schon einige „Game Drives“ mitgemacht, aber es gibt jedes Mal wieder etwas Neues zu sehen und es wird nie langweilig. Diesmal war’s zum Beispiel ein drei Monate altes Nashorn-„Baby“.

Inzwischen hat uns der Alltag wieder. Mein Abschiedsschmerz verheilt  langsam, die Jungs gehen seit Montag wieder zur Schule und ich hab‘ das Strickzeug wieder ausgepackt. Deshalb gibt’s dann morgen wieder ein Sockenpaar – oder noch mehr Urlaubsfotos 😉 ?

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