Cape Cozy

September 5, 2009 at 11:59 | In Uncategorized | 13 Comments

Ich hatte ja versprochen, etwas mehr von meinem neuen „Langzeitprojekt“ zu zeigen.

Bei Britt und Ulli hab’ ich die Quadrate ihrer Sockenwollrestedecke bewundert, und vor allem Ullis Anmerkung, dass ihre Reste „nur so dahinschmelzen“, hat mich neugierig gemacht. Anfangs hatte ich die Idee, einen Resteschal zu stricken. Doch mit 5er Nadeln und doppeltem Faden erschien mir das Gestrick zu fest für einen Schal.  Also hab’ ich einfach weitergestrickt.

Die nächste Idee: Eine Riesendecke, so wie hier. Das hat den Vorteil dass hinterher nix zu nähen ist – kam mir ja sehr gelegen ;) . Aber mit zunehmender Maschenzahl  nahm mein Durchhaltevermögen ab. Da bin ich dann durch das Sockenstricken „versaut“. Ich will sehen, dass es vorangeht. Bei 160 Maschen auf den Nadeln hab’ ich also den Rückzug angetreten und beschlossen, doch einzelne Quadrate zu stricken. Wie ich die dann später zusammenwurschtle, wird sich zeigen.

Das erste Quadrat ist farblich noch sehr brav.

Beim zweiten bin ich dann schon etwas mutiger geworden.

Ich muss meinen Jungs Recht geben. die Struktur erinnert wirklich an einen Flickenteppich.

„Decke“ kann man das ja noch nicht nennen, deshalb hab’ ich es vorerst mal “Cape Cozy“ genannt.

Dass meine Reste so richtig dahinschmelzen, merke ich noch nicht. Ich hab’ halt ganz schön viele. Aber immerhin sind schon 35 Resteknäuel weg. Und ich denke, dass ich bei dieser Decke nix von meinen handgefärbten Sockenresten brauchen werde. Da reichen mir Opal und Konsorten …

Das Stricken selber ist ja keine große Herausforderung. Nur rechte Maschen – das wird auf Dauer sicherlich langweilig. Spannend dabei ist aber, zu sehen, was bei der Kombination der verschiedenen Reste ‘rauskommt. Da bin ich wirklich überrascht, was alles so zusammenpasst – oder auch nicht.

Nachgetragen: Die technischen Details

Nadelstärke 5, doppelter Faden,  3 Maschen anschlagen,nur rechte Reihen stricken, am Anfang jeder Reihe nach der ersten Masche eine Masche zunehmen, dann wird’s schön quadratisch, wie ich in den Kommentaren zu Andreas Decke erfahren habe

Zunehmen bis 160 Maschen erreicht sind, dann hat’s mir persönlich gereicht, danach in jeder Reihe die 2. und 3. Masche rechts verschränkt zusammenstricken, bis nur noch 3 Maschen abzuketten sind

Meine Quadrate sind etwa 58 x 58 cm groß.

Der zweite Versuch

Februar 4, 2009 at 11:52 | In Uncategorized | 16 Comments

Die Araucania-Sockenwolle wollte ich immer schon  mal ausprobieren. Aber die meisten Stränge, die ich damals gefunden habe, waren in Blautönen – nicht unbedingt soo meine Farbe, trotzdem hab’ ich mir einen ausgesucht. Als der gekaufte Strang dann bei mir eintraf, hielt sich die Begeisterung immer noch in Grenzen: ein verwaschenes Blau und rötliche Töne – na Klasse!!

Aber die Wollqualität gefiel mir sehr gut, obwohl sie für’s Kapstädter Klima vielleicht etwas zu dick sein könnte. Mein erster Versuch mit 60 angeschlagenen Maschen wurde deshalb auch viel zu weit. Aber beim zweiten Anlauf hat’s dann richtig gut geklappt.

Capesocks 3/2009

Wolle: Araucania Ranco Multi, Farbe PT496, Größe 39, Nadelstärke 2,75, 56 Maschen, Muster: eine Runde rechts, eine Runde 6 re., 2 li. im Wechsel

Die aufgenommenen Maschen aus der Ferse hab’ ich wieder mal abwechselnd in Runden rechts und links gestrickt. Das passt gut zu den Rippen …

und zum Bündchen.

So verstrickt gefällt mir nun die Wolle richtig gut – ich glaube, ich sollte viel häufiger Sockenwolle in Blautönen kaufen und verstricken!

Ein Versuch …

August 5, 2008 at 8:35 | In Angestrickt, Cape Socks, handgefaerbt.com | 9 Comments

… mal etwas anderes als meine gewohnten „Rippchen“ zu stricken. In  Martinas Blog hab’ ich mich von einem Sockenpaar inspirieren lassen, als ich kurzzeitig mal wieder ein Minütchen bei myblog ‘reinkam :-( . Ich mag (zur Zeit) diesen perligen Effekt der Rechts-Links-Runden ganz gerne. Und meine Rippchen sind ja auch noch dabei ;-)

Eine Woche voller …

Mai 5, 2008 at 10:28 | In Cape Life, Cape Town, Uncategorized | 5 Comments

… Feiertage liegt hinter uns. Wenn hier in Südafrika ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, ist automatisch der folgende Montag ein „public holiday“ – nur nix verschwenden ;-) . Deshalb hatten wir am vergangenen Montag unseren ersten Feiertag. Den 1. Mai haben wir hier natürlich auch gefeiert, wenn auch nicht mit Christi Himmelfahrt und Vatertag im Dreifachpack. Aber wir hatten am Freitag noch einen eingeschobenen Feiertag, den die Gewerkschaften kürzlich erfolgreich eingefordert hatten – für ein gaaanz langes Wochenende!

Die Deutsche Schule hatte die gesamte Woche geschlossen und so den Jungs zu ein „paar“ zusätzlichen Ferientagen verholfen. Wir haben das sonnige Herbstwetter ausgenutzt und einige Ausflüge rund um’s Kap unternommen – im Gepäck unsere „Weihnachtsgeschenke“.

Weihnachten feiern wir hier in Südafrika normalerweise auch im Dezember. Aber für uns ist es jedes Mal wie Weihnachten, wenn wir heiss ersehnte Dinge aus Deutschland bekommen. Bei den Jungs handelt es sich in der Regel um deutsche Bücher, CDs, Zeitschriften oder Gummibärchen. Das alles gibt’s mittlerweile auch in Kapstadt, ist hier aber seeehr teuer. In der Regel sind’s deshalb Besucher, die als Weihnachtsmänner für uns arbeiten. Diesmal war „Capedad“ geschäftlich in Deutschland unterwegs, und ich hab’ die Gelegenheit genutzt, ihm ein paar Päckchen ins Hotel liefern zu lassen. Das hat wunderbar geklappt!!! Damit mein armer Mann nicht zu schwer schleppen musste, hab’ ich für mich nur leichte Sachen bestellt:

Ein paar Frühlingsstränge von Sheepaints

Ein paar Merinos von handgefaerbt.com, dazu noch ein paar Knitpicks-Nadelspiele zum Testen.

Und da ich bei den Ausflügen diesmal nur als Beifahrerin und Jungs-Animateurin aktiv war, sind zwei der Stränge schon zu Socken verstrickt!!

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