About capesocks
Was verschlägt eine Sockenstrickerin ans Kap der guten Hoffnung? Sicherlich nicht die Auswahl an Sockenwolle – da lebe ich eher nach dem Prinzip Hoffnung ( … auf ein breiteres Angebot). Auch die Stricksockensaison beschränkt sich hier auf die Wintermonate von Juni bis Ende August, ansonsten könnte man fast immer barfuß ‘rumlaufen.
Bis Anfang 2005 lebten wir recht unspektakulär als Mutter-Vater-und-drei-Jungs-Familie im Rheinland in der Nähe von Köln. Wir sind keine Auswandererfamilie, wie sie in diversen deutschen Fernsehsendungen fast wöchentlich anzutreffen ist. Wir fühlten uns in Deutschland wohl. Und Afrika hatten wir bis dato nur mit dem berühmten Finger auf der Landkarte bereist. Unsere Urlaubsziele lagen immer in Richtung Norden.

Dann kam das Jobangebot einer südafrikanischen Firma. Viele Diskussionen, schlaflose Nächte und Grübeleien schlossen sich an. Ich als bodenständige Westfälin stand dem Projekt Kapstadt sehr zögerlich gegenüber und hatte Bedenken. Aber soll man so eine Chance vorüberziehen lassen?
Wir sind das Wagnis eingegangen - ich eher nach dem Motto „Augen-zu-und-durch“ als mit großer Vorfreude. In einer wunderschönen Stadt, 12 Flugstunden von allen Freunden und Verwandten entfernt, starteten wir unseren Fünfjahresplan.
Anfangs gab’s auch in Kapstadt schlaflose Nächte, Diskussionen und Grübeleien. Es knirschte im Familiengefüge – aber vieles ist zum Glück eine Frage der (Eingewöhnungs-)Zeit.
Mittlerweile ist Kapstadt „Normalität“ für uns geworden. Wir sind zufrieden als „Gastarbeiterfamilie“ in Südafrika, leben zwar ganz anders als in Deutschland, sehnen uns nach Freunden und unserer Familie dort, genießen aber auch die traumhaft schöne Landschaft hier am Kap.
Das Stricken hab’ ich von meiner Oma gelernt, und es begleitet mich seitdem durchs Leben - als Entspannung, „Therapie“ und kreatives Hobby. Als die Frauenzeitschriften noch vollgepackt waren mit Strickanleitungen, hab’ ich stapelweise Pullis und Jacken gestrickt. Im Laufe der Jahre wurden die Strickstücke immer kleiner. Jetzt bin ich bei Socken angekommen. Mal schauen, wo das noch endet …
Auf der Suche nach Wolle stieß ich im Internet zufällig auf die „Strickblogs“ - für mich hier in der Sockenstrickdiaspora Kapstadt das Paradies. Es blieb nicht beim Lesen und Kommentieren, nach einigen schlaflosen Nächten, Grübeleien … entstand „capesocks“.
Mittlerweile ist auch „capesocks“ Entspannung, Therapie und kreatives Hobby für mich geworden. Ich freue mich sehr darüber, dass so viele Spaß daran haben, meine Sockenfotos anzuschauen und die Beiträge über unser Leben hier in Kapstadt zu verfolgen. Herzlichen Dank für all’ Eure Kommentare und netten Worte …
…see you in Cape Town? Cordula
Kapstadt, im Juli 2008
10 Kommentare »
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Entries and comments feeds.
Hallo Cordula, meine Mails sind wohl wieder im www verschollen….und auf deinem alten Blog gab es nichts aktuelles mehr……..habe durch Verlinkung deines alten Blogs über jemand anderen wieder deine neue Seite gefunden. Schreib mal wieder. Liebe Grüße aus Kerpen Andrea.
Kommentar von andrea — April 30, 2008 #
Hallo „capesocks“,
ich lese schon sehr lange in deinem Blog und bewundere die vielen Socken. Bei deinem Hacken ist mir aber etwas aufgefallen, wie meine Oma das früher strickte. ich konnte es aber der Oma nicht mehr „entlocken“ bevor sie verstorben ist.
Strickst du den Hacken mit doppeltem Faden oder ist es ein verstärktes Muster?
Ich würde mich über eine Antwort von dir freuen.
LG aus Hannover von Birgit
Kommentar von birgit — Juni 8, 2008 #
Hallo Cordula,
mich würde auch interessieren, wie Du die Ferse strickst. Habe die Anleitung noch nirgendwo gefunden und würde mich auch sehr über eine Antwort freuen. Viele Grüße aus dem Emsland
Gudrun
Kommentar von Gudrun — Juni 23, 2008 #
Hallo Cordula,
Mir fällt an Deinen Socken auf das Du den Anfang immer so schön machst. Strickst Du die ersten Reihen immer nur rechts? Ich stricke immer 6 cm 2re2li bevor ich wechsle. Währe schön wenn Du mir antworten könntest. Ansonsten bin ich sehr gern auf Deiner Seite und bewundere Deine Socken. Bin selbst so eine leidenschaftliche Sockenstrickerin. Allerdings ein bischen langsamer, weil mir oft die Zeit fehlt.
Tschau Christel
Kommentar von christel Neumann — August 20, 2008 #
Liebe Cordula,
gratuliere zu Deinen wunderschönen Socken!!! Gibt es eine Anleitung, wie Du die Spitze der Socken so schön hinkriegst? Ich tue mich immer schwer damit…
Viele Grüße von
Conny, die am liebsten Cotton-Stretch-Socken strickt…
Kommentar von Conny — September 2, 2008 #
Liebe Cordula, wie ich auf dein Blog gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr, aber ich lese ihn sehr gerne. Vor allem sprechen mich deine Fotos immer sehr an! Mich würde auch interessieren, wie du den Anfang machst. Der sieht immer sehr ordentlich und professionell aus.
Hast du schon irgendwo etwas dazu geschrieben?
Liebe Grüße, unbekannterweise,
Bettina
Kommentar von Bettina — Oktober 2, 2008 #
Ich bin durch Zufall hier gelandet, weil ich irgendwo gelesen hatte „Cordula in Kapstadt“… das klang interessant. Stricken kann ich leider nur leidlich, Socken stricken schon gar nicht, aber ich kenne Kapstadt und fand die Stadt sehr schön und interessant und hatte sogar mal während meines Studiums damit geliebäugelt, ein paar Jahre dort zu arbeiten. Leider ist daraus nichts geworden, finde es aber spannend, wenn andere den Schritt gewagt haben und auch „angekommen“ sind. Vielleicht schreibst du ja mal in deinem Blog ein bisschen mehr über Land und Leute…
Viele Grüße
Jana
Kommentar von Mama Jana — Oktober 4, 2008 #
Hallo Cordula,
ich bin eben durch Zufall auf Deine tolle Seite gestoßen. Ich bewundere Euren Mut und hoffe, dass es Euch allen gut geht und Ihr Euch gut eingelebt habt.
Ich komme bestimmt öfter vorbei und schaue was Du so strickt.
LG aus Braunschweig von Netty
Kommentar von Netty — Januar 27, 2009 #
Hallo Cordula,
gerne lese ich hier als Sockenstrickerin in Deinem Blog! Auch die Berichte darüber hinaus über Kapstadt sind sehr interessant.
Ich hätte gerne einen rat von Dir: Ist Kapstadt als Reiseziel zu empfehlen? Ich bin am Überlegen, mich für eine Konferenz im nächsten Jahr dort zu bewerben. Die Reisewarnungen des auswärtigen Amts schrecken mich allerdings etwas ab. Da wird Kapstadt mit Johannesburg – was das Sicherheitsrisiko anbelangt – zusammen in einen Topf geworfen. Ist es ratsam, als Frau alleine auf eine Konferenz in Kapstadt zu fliegen?
Vielen Dank für Deine Antwort.
Viele Grüße
Sabrina
Kommentar von Sabrina — Juli 13, 2009 #
Oh, da wohnen wir ja in komplett entgegengesetzter Richtung
Ich bin hier gelandet, weil ich seit Jahren das erste Mal wiede angefangen habe zu stricken. Viel habe ich noch nicht gelesen auf Deinem Blog, aber mit Begeisterung Deine Bilder von all den Socken angesehen. Wunderschöne Stücke sind da dabei! Die alten „Omazeiten“ mit den hässlichen Socken ist wohl Vergangenheit
Viele Grüße aus Schweden
Karigan
Kommentar von huskycity — August 30, 2009 #